Deutsche Bundesbank: Engmaschiges Netz von Geldautomaten wichtig
Das dichte Netz an Geldautomaten in Deutschland sollte nach Ansicht der Bundesbank nicht ohne Not ausgedünnt werden.

Das dichte Netz an Geldautomaten in Deutschland sollte nach Ansicht der Bundesbank nicht ohne Not ausgedünnt werden. „Dies könnte der Beginn einer Abwärtsspirale sein, in der eine schlechtere Bargeldversorgung zu einer geringeren Nutzung von Bargeld führt und umgekehrt“, warnt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht Dezember 2022.
55.000 Geldautomaten, also etwa 70 Automaten je 100.000 Einwohner. Europaweit gesehen liegt Deutschland nach
96 Prozent nutzen Geldautomaten
In einer repräsentativen Umfrage der Bundesbank von Ende 2021 gaben 96 Prozent der Befragten an, dass sie Bargeld am Geldautomaten ziehen und dort durchschnittlich 81 Prozent ihrer Abhebungen tätigen. „Damit ist der Geldautomat nach wie vor der mit Abstand wichtigste Abhebeort bei der Bargeldversorgung“, so die Bundesbank.
Abheben an der Supermarktkasse keine Alternative
Andere Wege sind nach Einschätzung der Notenbank kein vollständiger Ersatz: „Auch wenn mittlerweile immer mehr Geschäfte Abhebungen an der Kasse anbieten, stellt diese Art der Bargeldversorgung keine vollwertige Alternative zu bankbetriebenen Geldautomaten dar, sondern eher eine Ergänzung.“ Die Abhebung an der Ladenkasse setze in der Regel den Kauf von Waren in dem jeweiligen Geschäft voraus und sei nur innerhalb der Öffnungszeiten möglich. Zudem werde das ausgezahlte Bargeld zuvor nicht maschinell auf Echtheit geprüft, wie das bei Scheinen der Fall ist, mit denen Geldautomaten befüllt werden. Ein weiteres Argument für ein dichtes Netz an Geldautomaten lieferten aus Sicht der Bundesbank die zeitweiligen Störungen bei Kartenzahlungen im Einzelhandel im Mai 2022.
Der komplette Bericht ist hier abrufbar: https://lnkd.in/eM5tpsCv